Hypnose Portfolio: von Trance bis Mentaltraining

Das Hypnose Portfolio von Trance und Mentaltraining? Wo liegen denn die Unterschiede? Wenn wir von einer Trance sprechen, ist das ein Zustand, in dem wir fokussiert sind. Die Trance ist ein erhöhter Zustand der Entspannung. Das kann bei einer Meditation oder auch bei Yogaübungen der Fall sein. Alles, was um den Klienten herum geschieht, erhält kaum noch Aufmerksamkeit.

Allerdings öffnet sich dafür das Tor zum unteren Bewusstsein. Das ist die Stunde des Hypnotiseurs. Wenn wir nun neue Formeln und Suggestionen ansetzen, werden diese sofort an das Unterbewusstsein weitergeleitet. Die Trance öffnet  das Unterbewusstsein und ermöglicht eine Hypnose. Das Portfolio von Hypnosen, Trance und Mentaltraining kann jetzt Anwendung finden.

Die Trance im Alltag erleben wir alle immer wieder mal. Wer einen spannenden Film schaut und voll in die Story eintaucht, kann in eine Trance geraten. Man ist so stark auf dem Film fokussiert, dass man mit dem Statisten mitfühlt und gedanklich selbst ein Akteur ist.

Wer dabei gestört wird, merkt das im ersten Moment gar nicht. Auch das Rufen des Namens geht einfach im Raum unter. Erst wenn der Ruf lauter wird, könnte man aus der Fokussierung herausgerissen werden.

 

Hypnosen, Trance und Mentaltraining

 

„Deine Gedanken sind wichtig.

 

Wer positiv denkt, beeinflusst damit sein Unterbewusstsein und kann damit Veränderungen herbeiführen“

Hypnosen, Trance und Mentaltraining Varianten – die Tiefe

Die analytisch ausgelegte Hypnose:

Bei dieser Hypnoseform spricht der Hypnotiseur mit dem Klienten. Es werden Fragen gestellt, die der Klient beantwortet. Manchmal geht es auch darum, dass er ein Zeichen gibt. Zum Beispiel mit dem Finger oder dem Arm.

 

Selbsthypnose:

Ist eine Form von Trance, mit der sich der Klient selbst hypnotisieren kann. Dazu zählt auch das autogene Training. Tiefenhypnose: Hier wird der Klient in eine besonders tiefe Hypnose geführt, was bei manchen Themen angewandt wird. Verstärkt wird die Tiefe der Suggestion dadurch, dass zwischendurch der Klient immer wieder ‚geweckt‘ wird. Sogleich darauf wird wieder in die tiefe Trance versetzt.

Visionsreise:

Das ist eine leichte Form von Trance, bei der man eine Geschichte nachvollzieht, die man hört. Klassischerweise gehören hier Geschichten von Blumenwiesen dazu. Mit Visionsreisen kann man gut testen, wie offen der Klient ist.

Das Hypnose Portfolio: indirekte und direkte Methoden

Es gibt Unterscheide, wie ein Hypnotiseur vorgeht und wie er den Klienten während der Sitzung anspricht. Hier spricht man auch von direkter und indirekter Hypnose. Bei der direkten Hypnose ist die Wortwahl deutlich, ohne Umschweife und hat den Charakter einer Anweisung. Der leicht befehlende Unterton soll dazu dienen, dass der Klient schnell in eine tiefe Entspannung gelangt. Auch für die tiefe der Trance kann ein solches Vorgehen nützlich sein. Und das Unterbewusstsein nimmt in einigen Fällen eine anweisende Ansprache besser an.

Bei der indirekten Hypnose hingegen ist der Sprachgebrauch weicher. Worte wie „vielleicht“ oder Fragen wie „spürst du schon?“ sind die einfühlsame Art und Weise um den hypnotischen Zustand herzustellen. Dadurch soll der Klient das Gefühl der Kontrolle haben. Wie wird denn nun vorgegangen? Beide Varianten haben etwas für sich. Es kommt auf den Klienten an, was er braucht und womit er besser umgehen kann. Da spielt auch die seelische Verfassung eine Rolle und die grundsätzliche Empfänglichkeit für Informationen und Anweisungen.

 

Verwirrende Techniken

Diese dienen dazu, schwer zugängliche Klienten aus der Reserve zu locken. Das kann anfänglich eine Einleitung sein, bei der der Klient ein wenig rechnet –  nach einem gewissen Schema. Für rational veranlagte Menschen kann diese Verwirrtaktik durchaus eine Methode sein, um sie in einen guten Entspannungsmodus zu geleiten.

Manche Programme, von denen wir glauben, dass wir sie nicht mehr brauchen, versuchen wir zu löschen. Im ersten Moment sieht es auch so aus, als ob das gelungen ist. Doch in der Registry des Computers gibt es noch diese Einträge von diesem Programm…

Wir haben auch Programme, von denen wir bewusst gar nicht mehr wissen, dass wir sie heruntergeladen haben. So ähnlich funktioniert auch das Unterbewusstsein.

Die Annahme, dass es viel Mühe kostet, in diese Untiefen des Unterbewusstseins zu gelangen, ist nicht ganz richtig. Vielmehr ist es eine Frage der Technik. Der Profi-Hypnotiseur weiss, wie das geht. Die Trance öffnet das Unterbewusstsein. Und Hypnose ist ein Zustand der (tiefen) Trance.

 

Das Unterbewusstsein bewertet und überprüft nicht

Wir kennen alle die Technik des positiven Denkens. Es soll uns helfen, Ziele zu verwirklichen, wenn wir positiv denken. Dabei geht es nicht nur um die eigene Motivation. Denn das Unterbewusstsein speichert auch das als Fakt ab, was gedacht wird!

Wenn du glaubst, dass du das nie schaffen wirst, wird das vermutlich auch so sein. Denn du vermittelst deinem Unterbewusstsein durch diese Gedanken eine Form von Fakt. Das Unterbewusstsein ist kein Richter und es bewertet nicht. Das heisst, es unterscheidet nicht, ob der Gedanke wahr ist oder nur eine Idee in deinem Kopf. Wir erkennnen, dass das Unterbewusstsein keine Filter setzt und alles annimmt, was du ihm „sagst“.

 

 

Gewohnheiten und Glaubensmuster

So kommen auch unsere eigenen „Programme“ zustande, die irgendwann zu einer Gewohnheit werden und zwar unterbewusst. Man sagt, dass alles, was du 21 Mal machst, zu einer Gewohnheit werden kann. Diese Gewohnheit ist dann eine Formel, die das Unterbewusstsein generiert hat. Dazu zählen aber auch Glaubensmuster. Sie haben eine besonders starke Verankerung, weil diese Gedanken von dir extrem gepflegt werden.

Wer fest daran glaubt (und das auch denkt), kann dem Unterbewusstsein eine starke Formel vermitteln. Da diese Formel ohnehin nicht überprüft wird, nimmt das untere Bewusstsein sie einfach an. Wir erkennen, dass das Gedachte wichtig ist. Aber noch besser ist es natürlich, dass man an die Gedanken glaubt, die man pflegst.

 

So überschreibt der Hypnotiseur die Formeln im Unterbewusstsein

Wer sich in einer Trance befindet, öffnet sich das Tor zum Unterbewusstsein sehr weit. Der Hypnotiseur kann jetzt auf diee „Festplatte“ des Klienten zugreifen. Dabei kann er bis in die tiefsten „Registry“-Einträge vordringen.

Und dennoch kann es schon mal eine Schranke geben. Denn es hat seinen Grund, warum nicht alle Informationen, Gedanken und Gefühle auf abgespeichert sind. Wären alle Erfahrungen und Gedanken jederzeit im vollen Umfang bewusst, würde man vermutlich daran verzweifeln. Es gibt also eine Selektion.

Vor allem extrem traumatische Erlebnisse, die einen belasten können, werden vom Unterbewusstsein in eine versteckte Datei ausgelagert. Diese Erfahrung soll den Menschen nicht im Alltag belasten, damit er sein Leben weiterführen kannt. Das Vorgehen dient zum Überleben. Manchmal ist die Erfahrung so krass belastet, dass sogar das Unterbewusstsein sich sperrt, diese „Datei“ zu öffnen.

hypnose trance unterbewusstsein

 

Gebetsmühlenartige Wiederholungen

In der Hypnose werden die neuen Suggestionen häufig immer wieder wiederholt. Beinahe gebetsmühlenartig setzt der Hypnotiseur diese Worte an. Das hat seinen Grund. Denn die neue Formel soll sich tief in das Unterbewusstsein des Klienten zu verankern und ein starker Fakt werden.

Denn wie auch im Leben gilt folgendes: Das, wohin du die Aufmerksamkeit gelenk wird, erfährt eine Nährung!

In dem Fall will der Hypnotiseur das Unterbewusstsein auf diese neue Formel immer wieder aufmerksam machen. Häufig gelingt das Vorhaben auch problemlos. Denn wie schon vorhin ausgeführt, hat das Unterbewusstsein keine Filter.

Hoch interessant wird es aber dann, wenn der Klient an der Sache mitarbeitet. Die Trance öffnet das Unterbewusstsein und alles was gedacht und gefühlt wird, verstärkt den Effekt der Hypnose.

Wer sich also voll und ganz auf die neuen Suggestionen einlässt, fährt besser. Und wer in der Lage ist, die neuen Formeln auch noch zu glauben, hat auf voller Länge gewonnen.

Denn damit unterstützt man das Prozedere, die neue Formel als „Priority“-Fakt ins Unterbewusstsein einzuschleusen.

 

Kleines Experiment für den Alltag:

Probiere doch mal aus, wie die Kraft der Gedanken bei dir eine positive Wirkung entfalten kann.

Setze einige Male am Tag gedanklich eine Formel auf wie: „Ich bin stark und kann das“ oder „Alle Probleme überwinde ich mit Leichtigkeit“. Schau doch mal, wie es dir dann geht…